Weil sie von ihrer Ernährungsweise abgewichen sind, sehen sie sich als Versager und reden sich ein „Wenn ich schon ein Kuchenstück esse, kann ich auch gleich drei essen“. Das ist purer Fatalismus (Alles oder Nichts).

Wenn du auf eine Party oder zu einem Essen gehst, esse was du willst – aber höre auf sobald du zufrieden bist. Es hat keinen Sinn nur um der Sache willen über den Hunger hinaus zu essen. Du wirst es auf lange Zeit bereuen und es wird dir nicht dabei helfen schnell Abzunehmen. Grundsätzlich gilt, wenn du Lust drauf hast und es genießt, esse und fühle dich nicht schuldig.

  • Falls du dir damit jedoch nur Probleme schaffst, würde ich definitiv #1 wiederholen und immer gesunde Snacks mitnehmen – so komisch das auch klingen mag, sehr viele Leute tun das. Sei vorbereitet und gönne dir einen süße Leckerei, wenn es dich danach gelüstet und das ganze ohne Schuldgefühle. So ein Snack kann entweder selbstgemacht oder ein praktischer Protein Snack sein, der dir auf lange Sicht dabei hilft schnell abzunehmen.
  • Obwohl jeder der genannten Punkte auch allein funktioniert, können sie kombiniert werden, um die Effektivität zu erhöhen. Wenn du zum Beispiel Entleerungstraining während des Intermittent Fastings, gefolgt von einem Restaurantbesuch machst, wird dies garantiert dazu führen, dass du dich nicht überfrisst. Tatsächlich steigen dadurch die Chancen, dass du mit diesem Vorgehen Körperfett verlieren wirst.

  • Es gibt andere Vorgehen, die du durchführen kannst, aber größtenteils empfinde ich diese als die Effektivsten ohne zu einschränkend zu sein.
  • Als letzter Tipp sollte man darauf achten, Personenwaagen zu meiden, da das Körpergewicht unabhängig von der tatsächlichen Fettmasse, schwankt (was durch Veränderungen in der Aufnahme von Natrium und Kohlenhydraten gründet). Diese Wasserspeicherung kann dich verleiten zu glauben, dass du in ein paar Tagen 3 kg Fett zugenommen hast. So ein Kunststück würde einem täglichen, maßlosen Überschuss von 11.000 Kcal entsprechen!
  • Schlussendlich solltest du mit Bildern und regelmäßigen Messungen deine Entwicklung dokumentieren um die Motivation wahren und deinen Fortschritt im Auge zu behalten.
  • Lebensmittel mit geringer Energiedichte helfen beim Abnehmen und das ganz ohne zu hungern und strengen Diät-Vorschriften. Was hinter dem Energiedichte-Prinzip steckt, erfahrt ihr hier.

    Energiedichte: Das hört sich wissenschaftlich und staubtrocken an. Ist es aber gar nicht. Im Gegenteil, die Energiedichte nach Prof. Dr. Volker Schusdziarra (TU München) ist viel unkomplizierter als andere Abnehmformen, da hier Kalorienzählen entfällt und Lebensmittel einfach und verständlich in die Farben Grün (z.B. Obst, Gemüse), Gelb (z.B. Vollkornbrot) und Rot (z.B. Süßigkeiten) eingeteilt werden.

    Die Bezeichnung Energiedichte steht dabei für den Energiegehalt eines Lebensmittels, sprich die Kalorienzahl pro Menge des verzehrten Lebensmittels. Das hört sich zwar etwas kompliziert an, ist es aber nicht, wenn man es an einem Beispiel verdeutlicht. So haben 100 Gramm Schokolade rund 550 Kalorien. Ziemlich viel. 100 Gramm Brot haben dagegen nur 210 Kalorien. Somit hat Schokolade eine größere Energiedichte als Brot, eben weil sie mehr Kalorien pro 100 Gramm hat.

    Gemäß ihrer Energiedichte werden die Lebensmittel dann in die Farben Grün, Gelb und Rot unterteilt. Damit ihr satt werdet und trotzdem abnehmt, solltet ihr laut Prof. Dr. Schusdziarra hauptsächlich Lebensmittel mit einer niedrigen Energiedichte essen. Das sind die grünen Lebensmittel. Sie haben eine Energiedichte von maximal 1,5 kcal/Gramm, sprich weniger als 150 Kalorien pro 100 Gramm.

    Abnehmen ja, Diät nein. Die Energiedichte ist eine dauerhafte Umstellung eurer Ernährungsgewohnheiten und keine kurzfristige Diät, die ihr ein paar Wochen macht, um dann zu alten Ernährungsmustern zurückzukehren. Prof. Dr. Schusdziarra empfiehlt deswegen, die ersten beiden Wochen genau aufzuschreiben, was man isst.

    Beim Mittag- und Abendessen solltet ihr verstärkt auf viel Gemüse und Salat setzen. Daran könnt ihr euch ohne Bedenken satt essen, denn Gemüse hat eine ganz geringe Energiedichte. Im Gegenzug sollte die Beilagen- und Fleischportion etwas kleiner ausfallen. Ihr dürft euch natürlich auch ab und an ein Stück Pizza gönnen, achtet dann aber auf eine kleine Portion und greift bei den nachfolgenden Mahlzeiten wieder zu Lebensmitteln aus dem grünen Bereich.

    Damit ihr mit dem Energiedichte-Prinzip erfolgreich abnehmt, empfiehlt Prof. Dr. Schusdziarra auch, dass ihr euch auf die drei Hauptmahlzeiten beschränkt. Seiner Erfahrung nach bedeuten Zwischenmahlzeiten nur zusätzliche Kalorien, die bei den richtigen Mahlzeiten nicht eingespart werden. Wenn ihr am Nachmittag dennoch hungrig seid, dürft ihr natürlich etwas essen. Ideal ist ein Stück Obst mit fettarmem Joghurt.

    Grüne Lebensmittel mit einer Energiedichte kleiner als 1,5 kcal/ Gramm:

    2) Die Aussage, dass sich “mit 1 Satz nichts tut”, ist leider einer dieser gym-Mythen, der Leute auf Grund von “broscience” in die Sackgasse laufen lässt:

    Es ist heute in der Sportwissenschaft nicht nur hinreichend dokumentiert, dass selbst mit nur 1 Satz Muskelaufbau sehr wohl und sehr erfolgreich möglich ist, für diese Theorie spricht – in Extremform – auch die Tatsache, dass es in der Bodybuildinggeschichte 2 Personen gab, die den Sport als mehrfache Mr Olympia mit einem solchen Trainingsschema jahrelang dominiert haben: Mike Mentzer & Dorian Yates. Heute gibt es zudem Fitness-Ketten, die ihre Kunden ausschließlich nach diesem Schema trainieren lassen, Stichwort: Kieser Training.

    Wenn dir ein 3 Satz-Training zu zeitaufwändig ist (ein häufiges, nachvollziehbares Manko, gerade für Berufstätige), kann es für dich auch ausreichen, lediglich 1 Satz pro Übung zu absolvieren. Dieser sollte dann allerdings hochintensiv, also bis zur Belastungsgrenze, durchgeführt werden, und nicht abgebrochen werden, nur weil auf dem Plan steht, dass heute nur 12reps und nicht 14 anstehen ;)

    3) Ausdauertraining ist, wie gesagt, ein “kann”, kein “muss”. Wenn du dich dafür entscheidest, steht dem jedoch (fast) nichts im Wege.

    Zu beachten sind für dich zwei Dinge: Zum einen solltest du auf deine Regeneration achten! Wenn dich die Kombination aus 3maligem Kraft- und 2-3maligem Ausdauertraining zu sehr fordert und dein Körper nicht zur Ruhe kommt, gewinnst du nichts außer Infektanfälligkeit und Verletzungsgefahr. Achte also auf deinen Körper, und wenn du dich zu erschöpft durch dieses Pensum fühlst, schalte einen Gang runter.

    Zum anderen solltest du das Cardiotraining in deine “Kalorienplanung” aufnehmen: Es macht wenig Sinn, deinem Körper zusätzlich Energie zu entziehen, wenn er sich sowieso schon in einer Mangelsituation befindet! An einem Cardiotag könntest du folglich eher mal etwas mehr essen als weniger. Auch hier gilt: Die Energie, die dein Körper zum Funktionieren benötigt, gewinnt er nicht aus Luft & Liebe alleine – im Bedarfsfall werden nicht nur Fettdepots, sondern vor allem auch Muskeln als Energiequelle verstoffwechselt, denn dich am Leben zu erhalten hat für deinen Körper eine höhere Priorität als deine Strandfigur.

    4) Zur Frage “Wie viel Schlaf ist nötig” ebenfalls der Hinweis: Beachte deinen Alltag und hör auf deinen Körper! Der eine von uns kommt mit 6 Stunden gut aus, der andere ist mit weniger als 8 Stunden Schlaf morgens nicht zu gebrauchen…

    Als Daumenregel kannst du dir jedoch merken: An einem Trainingstag dürfte dein Schlafbedarf höher liegen als an einem trainingsfreien Tag, unter anderem da Reparaturprozesse verstärkt nachts stattfinden (der Muskel wächst im Schlaf, nicht während des Trainings).

    Was du machen kannst: Ein Schlaftagebuch führen. Schreib dir einmal auf, wann du abends ins Bett gegangen bist und wann du morgens aufgewacht bist – sowas geht heutzutage mit dem Smartphone in 10 Sekunden. Wenn du anschließend noch bewertest, wie fit du dich fühlst, bekommst du nach ein paar Tagen einen relativ guten Einblick in den Schlafbedarf, den dein Körper durch deinen Lifestyle benötigt. Damit lässt sich dann gut arbeiten ;)

    Erst einmal bedanke ich mich wieder für die schnelle und ausführliche Antwort. Einfach spitze.

    Natürlich ist dies nicht meine Absicht. Hatte einfach nur Interesse ob man sich sowas mal gönnen darf :)

    Ich hatte mir vor meiner Diät zB einmal im Monat an einem Wochenende einen selbstgemachten Flammkuchen gegönnt den ich dann übers Wochenende gegessen hatte.

    Das ganze low carb Essen schmeckt mir sehr gut und ich habe auch nicht das Gefühl ich müsste nun sterben weil ich keinen BigMac mehr essen kann, dennoch ist es für mich persönlich ein trauriger Gedanke keinen selbstgemachten Flammkuchen mehr essen zu können oder mal nach einem langen Tag, an dem es keine Zeit gab zu kochen mal Fast Food zu essen :)

    Zum anderen bin ich kein Fleischmonster, also mir fällt es schwer jeden Tag Poulet, Fisch oder Schweine-/Rindfleisch zu essen. Ich hatte gerne einfach mal einen Teller mit Tomatensauce, Nudeln und Käse :)

    Ich glaube einen grossen Teil meines Bauchproblems habe ich wegen Wasser. Vor meiner Diät gab es oft Tage, an denen ich nur 1-2 Gläser Wasser getrunken hatte, wodurch mein Körper wohl viel Wasser im Bauch gespeichert hat. Auch gab es öfters Coca Cola und Energy Drinks. Zum Glück bin ich mitlerweile auf Cola Zero umgestiegen.

    Hier hätte ich noch eine Frage zu den Paleo Rezepten. Es werden zB Bananen und Honig genannt. Soweit ich weiss haben Bananen einen sehr hohen glykämischen Index. Sind sie dennoch gut?

    Zum anderen hatte ich irgendwo gelesen das auch Honig nicht zu empfehlen sei.

    Auch kam Dunkelschokolade zur Sprache. Geht es hier um Schokolade die einen 100% Anteil an Kakao hat und warum ist sie ok?

    Müsste mir das mit 1 Satz genauer ansehen, 3 Sätze kosten schon eine Menge Zeit. Muss auch sagen das die ständigen ineffektiv Aussagen sehr auf den Spass und die Motivation gedrückt haben.

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    Mein Arzt hat mir gesagt, dass PCOS nur ein Problem für mich ist, wenn ich unter unerfülltem Kinderwunsch leide. Ist das wahr?

    gehen aufgrund eines Schwangerschaftswunsches zum Arzt. Aber es gibt noch eine Reihe anderer Symptome, unter denen die Patientinnen leiden. Die typischen äußeren Begleiterscheinungen wie Hirsutismus (vermehrte Körperbehaarung männlichen Typs), Akne und Alopezie (Haarausfall), zu denen sich oft Übergewicht gesellt, können das psychische Wohlbefinden der betroffenen Frauen erheblich beeinträchtigen. Die fehlende Monatsblutung fördert das Unwohlsein. Zudem besteht häufig eine sogenannte Insulinresistenz.

    Erwähnt werden muss außerdem eine mögliche, aber selten auftretende Spätfolge des PCOS: Betroffenen Frauen bekommen ihre Periode nur unregelmäßig oder gar nicht. Die normalerweise bei der Menstruation abgestoßene Gebärmutterschleimhaut, das sogenannte Endometrium, verbleibt also über die reguläre Zeit hinaus im Körper und ist der kontinuierlichen Ausschüttung von Östrogenen ausgesetzt. Dies birgt das Risiko einer bösartigen Entartung, eins Endometriumkrebses, in sich.

    Es gibt also noch andere Gründe abgesehen vom Kinderwunsch, um behandelt zu werden. Eine adäquate Therapie kann bestehenden Beschwerden lindern und möglicherweise drohenden Erkrankungen vorbeugen.

    Zunächst erhält die Pille eine Progesteron-ähnliche Komponente, das Progestin, welches die Gebärmutterschleimhaut vor übermäßigem Wachstum und einer mögliche bösartigen Entartung schützt. Zudem verschafft es den betroffenen Frauen eine regelmäßige und voraussehbare monatliche Blutung. Drittens vermindert es die Bildung männlicher Hormone, wenn Sie eine Pille mit antiandrogener Komponente benutzen. Obwohl die Pille das meist verwendete Präparat in der Behandlung des PCOS ist, ist es wichtig zu wissen, dass es nicht für jede Frau geeignet sein muss. Die Pille ist natürlich vornehmlich geeignet für Patientinnen, die keinen Kinderwunsch haben.

    PCOS-Betroffene haben allgemein einen unregelmäßigen oder sogar fehlenden Menstruationszyklus. Ohne Eisprung gibt es kein Ei oder Follikel, das für die Fruchtbarkeit bereitsteht. Selbst wenn ein Follikel sich entwickeln kann, ist der Eisprung aufgrund der oft vorliegenden Kapselfibrose (- das ist eine Verdickung um den Eierstock -) erschwert. Zudem ist die Gebärmutterschleimhaut aufgrund des Hormonungleichgewichts nicht normal entwickelt, so dass eine Einnistung des befruchtungsfähigen Eis erschwert sein kann.

    Ihr Arzt kann Ihnen auf verschieden Weise weiterhelfen. Zunächst gibt es da die Möglichkeit, künstlich einen Eisprung zu provozieren. Man bezeichnet dies als Ovulationsinduktion. Verwendet werden dazu Wirkstoffe wie Clomiphencitrat oder Gonadotropine.

    Viele Frauen haben diese Versuche schon mehrmals hinter sich gebracht. Clomiphen ist ein Medikament, das häufig nicht sehr gut vertragen wird. Die In-vitro-Fertilisation ist zudem sehr kostenintensiv. Trotz allem stellt es eine Möglichkeit dar, wenn Sie schnell schwanger werden möchten.

    Sollten Sie sich selbst mit der Schwangerschaft etwa ein halbes bis ein Jahr Zeit lassen, kann eine Therapieversuch mit Metformin unternommen werden. Die unter Metformin auftretende Absenkung der männlichen Hormone kann einen regelmäßigen Zyklus und den entsprechenden Eisprung bewirken, so dass Sie auf „natürliche“ Weise schwanger werden können.

    Mein Arzt sagt mir, dass es wichtig ist, dass ich meine Periode bekomme, obwohl ich zur Zeit keine Kinder möchte, warum?

    Um eine mögliche Entartung vorzubeugen, benötigen die betroffenen Frauen also Progesteron. Die meisten Frauen bekommen dies in Form der Pille, die eine Progesteron-Komponente erhält. Sie können auch natürliches Progesteron regelmäßig einnehmen und so denselben Effekt erzielen. Also: Es ist nicht nötig, die Periode zu bekommen. Aber es ist für Frauen mit PCOS notwendig, eine Art von Hormontherapie mit Progesteron zu erhalten, um das Endometrium vor vermehrtem Wachstum zu schützen und einer möglichen bösartigen Entartung vorzubeugen. Orale Kontrazeptiva beinhalten die notwendigen Hormone, sind aber nicht die einzige Möglichkeit. Ihr Arzt kann Sie mit der für Sie persönlich am besten geeigneten Therapie versorgen.

    Meine Mutter hat eine Ovar-Keilresektion durchführen lassen, um ihr PCOS zu behandeln. Was ist das und kann ich es auch machen lassen?

    Diese sehr invasive Prozedur erfordert einen großen chirurgischen Eingriff, welcher mit Bridenbildung, also einer Narbenbildung, um die Eierstöcke herum einhergehen kann, die wiederum die Fruchtbarkeit einschränken und chronische Schmerzen im Becken verursachen kann.

    Heutzutage gibt es eine Vielfalt medikamentöser Möglichkeiten, PCOS zu behandeln, so dass die Keilresektion der Ovarien nur noch von historischer Bedeutung ist und nur selten angewandt wird.

    Allerdings gibt es verschiedene Möglichkeiten, die einzelnen Beschwerden zu lindern: