Die bei der Erstellung genutzten Quellen, Hinweise auf weiterführende Fachinformationen und den jeweils letzten Stand der Recherche finden sich im Text "Lymphödeme behandeln", unter dem Stichwort "Weitere Informationen: Linktipps, Fachinformationen, Quellen".

Eine gewisse Menge von Gewebeflüssigkeit umspült alle Zellen des Körpers. Sie trägt dazu bei, einen reibungslosen Stoff- und Flüssigkeitsaustausch im ganzen Organismus zu gewährleisten. Die Gewebeflüssigkeit entsteht, indem durch die Wände der feinsten Blutgefäße hindurch flüssige Anteil des Blutes und darin gelöste Substanzen in die Zellzwischenräume übertreten. Auf diesem Weg gelangen Sauerstoff und wichtige Nährstoffe wie beispielsweise Zucker auch zu Zellen, die keinen direkten Anschluss an Adern haben und weiter entfernt von Blutgefäßen liegen. Die Zellen geben ihrerseits überschüssiges Wasser und Stoffwechselprodukte in die Spalträume zwischen den Zellen ab.

Unter besonderen Umständen, etwa bei körperlicher Belastung, Entzündungen oder auch zum Beispiel bei einem Sonnenbrand, bildet sich mehr Gewebswasser als üblich, was zu vorübergehenden Ödemen führen kann. Normalerweise ist es für den Körper jedoch kein Problem, die Menge der Gewebeflüssigkeit in etwa konstant zu halten.

Neben dem Blutgefäßsystem, in das der größte Teil der Flüssigkeit im Zwischenzellraum zurückgeführt wird, ist daran das Lymphsystem beteiligt. Es transportiert ebenfalls Flüssigkeit und darin gelöste Substanzen ab: Die feinen Gefäße des Lymphsystems, die sogenannten Lymphkapillaren, ragen in die Spalträume zwischen den Zellen. Sie nehmen die sogenannten "lymphpflichtigen Lasten" des Stoffwechsels auf, die zu groß oder im weitesten Sinn zu schlecht löslich sind, um von alleine zurück in den Blutkreislauf zu gelangen. Sobald sich diese Substanzen in den feinen Lymphgefäßen sammeln, sprechen Fachleute von der entstandenen Flüssigkeit als Lymphe: Anders als die Gewebsflüssigkeit zwischen den Zellen besteht sie überwiegend aus Wasser, Eiweißen und Fetten. Es finden sich außerdem Reste abgebauter Zellen, und bei Infektionen auch Krankheitserreger.

Die in der Lymphe ebenfalls enthaltenen freien Zellen des Immunsystems, die sogenannten Lymphozyten, sorgen dafür, dass eine Immunreaktion ausgelöst wird, wenn Krankheitserreger in den Körper eindringen. Und schließlich können Tumorzellen, die sich vom sogenannten Primärtumor gelöst haben, in die Lymphe übertreten.

Die Lymphe ist eine klare bis hellgelbe Flüssigkeit im Gewebe. Sie besteht aus Wasser mit vielen darin gelösten Stoffen, darunter vor allem Eiweiße.

Das Lymphsystem, in dem die Lymphflüssigkeit transportiert wird, besteht aus Lymphgefäßen und lymphatischen Organen. Oberflächliche und tiefe Lymphbahnen durchziehen den gesamten Körper. Im Unterschied zum Blutgefäßsystem funktioniert das Lymphgefäßsystem nicht als geschlossener Kreislauf: Die kleinsten Lymphgefäße beginnen einfach blind im Gewebe. Diese Lymphbahnen transportieren Flüssigkeit aus der Haut, der Unterhaut, den Muskeln, Gelenken, Knochen und den inneren Organen zunächst in die Lymphknoten. Diese dienen als Filterstationen. Dort werden aus der Lymphe Abfallstoffe wie Krankheitserreger oder Zelltrümmer herausgefiltert.

Größere Lymphknotenstationen finden sich zum Beispiel in der Ellenbogenbeuge und unter der Achsel, in der Kniekehle und der Leiste sowie an Hals und Schlüsselbein. Im Brust- und Bauchraum sind die inneren Organe von Lymphgefäßen und Lymphknoten umgeben.

  • Auch wandernde Tumorzellen passieren die Lymphknoten und können sich dort unter Umständen festsetzen.
  • Die gereinigte Lymphe wird über die größeren Lymphsammelgefäße abgeleitet. Diese münden in die großen Venen kurz vor dem Herzen. Die Lymphe gelangt so zurück in ins Blut.

    Außer den Lymphknoten zählen auch Milz, Mandeln, Thymus, Knochenmark und Anteile des Darms zu den lymphatischen Organen. Sie spielen außerdem als Teile des Immunsystems eine wichtige Rolle in der körpereigenen Abwehr.

    Lymphknoten wirken wie ein Filter für die Gewebeflüssigkeit.

    Unter einem Lymphödem versteht man eine übermäßige Ansammlung eiweißhaltiger Flüssigkeit im Gewebe, die zu einer Schwellung führt. Ein solches Ödem entsteht, wenn die Lymphgefäße unterbrochen sind, die das betreffende Gebiet versorgen, oder die zugehörigen Lymphknoten geschädigt sind oder fehlen.

    Bei Krebspatienten werden häufig Lymphknoten zu diagnostischen Zwecken entfernt: So soll geprüft werden, ob ein Tumor bereits gestreut hat und sich deshalb wandernde Tumorzellen über die Lymphbahnen noch weiter ausbreiten könnten. Ob Lymphknoten tumorfrei oder von Tumorzellen befallen sind, beeinflusst die Wahl der weiteren Behandlung und ist deshalb ein wichtiger Befund. Besteht ein sehr hohes Risiko einer solchen "lymphogenen Metastasierung", müssen Lymphknoten unter Umständen auch zur Vorbeugung entnommen werden. Bestrahlungen können das Lymphsystem in seiner Funktion beeinträchtigen, und nicht zuletzt sind Lymphknotenmetastasen oder auf Lymphabflusswege drückende Tumoren mögliche Auslöser eines Lymphödems: Sind Lymphabflussgebiete beschädigt oder verlegt, kann die Lymphflüssigkeit aus dem Gewebe nicht mehr auf dem normalen Weg abtransportiert werden. Es kommt zu einem Rückstau und einer Schwellung.

    Die Unterbrechung nur einiger Lymphbahnen kann der Körper normalerweise ausgleichen. Sind jedoch viele Lymphknoten entfernt oder geschädigt, die Arme, Beine oder den Kopf entlasten, baut sich eine solche Flüssigkeitsansammlung im Gewebe nur sehr schlecht wieder ab. Seltener, aber nicht ausgeschlossen sind Lymphödeme am Rumpf oder im Körperinneren, oder Lymphödeme an den Genitalien: In Brust- und Bauchraum existieren viel mehr Lymphbahnen, so dass selbst nach einer umfangreicheren Lymphknotenentfernung bei den meisten Patienten ein ausreichender Lymphabfluss gewährleistet ist.

    Problematisch bei solchen Schwellungen ist, dass die Lymphflüssigkeit nicht einfach nur aus Wasser besteht: Sie enthält viele gelöste Stoffe, darunter vor allem Eiweiße. Verbleiben diese über längere Zeit in höherer Konzentration im Gewebe, kommt es dort zu einer chronischen Entzündungsreaktion. Der Körper bildet vermehrt bindegewebige Zellen aus und versucht, neue Lymphkanäle anzulegen. Langfristig leidet das Gewebe aber trotz dieser Schutzreaktion unter der entzündlichen Veränderung: Die Schwellung selbst führt zu mangelnder Durchblutung durch Druck und mechanische Reizung, das Gewebe wird schlechter mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Die neuen Bindegewebezellen verhärten das feine Lymphgefäßgeflecht zusätzlich und schränken es in seiner Funktion ein. Die Haut verliert ihre Elastizität, wird anfällig für Krankheitserreger, und unbehandelt baut sich das ganze betroffene Gewebe nach und nach narbig um und verhärtet.

    Als Teil des Immunsystems ist das Lymphsystem außerdem dafür zuständig, Infektionen zu bekämpfen. Ist es beeinträchtigt und kommt es zu einem Lymphstau, werden Betroffene noch anfälliger für Infektionen der beeinträchtigten Haut und des tieferliegenden Gewebes.

    Selbst Fachleute können nur schwer vorhersagen, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Krebspatient ein Lymphödem entwickeln wird. Die Angaben in der Fachliteratur, wie häufig Lymphödeme bei einzelnen Krebserkrankungen oder nach bestimmten Behandlungsmaßnahmen auftauchen, sind zum Teil sehr unterschiedlich. Erschwert wird die Suche nach Fachliteratur auch, weil keine einheitliche Definition des Lymphödems besteht. Die Diagnosemethoden, die in den vorliegenden Studien gewählt wurden, sind nicht immer vergleichbar, ebenso Zeitpunkt und Dauer der Nachbeobachtung von Patienten. Verlässliche Langzeitstudien, in denen nach Lymphödemen bei Krebspatienten auch Jahre nach der Behandlung gefragt wurde, fehlen ganz. Zudem mangelt es an Studien, in denen das Risiko und der Schweregrad von Lymphödemen nach den jeweiligen einzelnen Behandlungsverfahren aufgeschlüsselt wurden.

    Am meisten weiß man momentan über das Lymphödem bei Brustkrebspatientinnen: Zu diagnostischen Zwecken werden bei Patientinnen mit Mammakarzinom Lymphknoten in den Abflussgebieten der Brust bis hin zur Achsel entfernt. Bei einer Brustbestrahlung liegen diese Bereiche häufig mit im Strahlengang. Die Beeinträchtigung der Lymphbahnen kann zu einem Lymphödem der Hand, des Arms, der Achsel, der Schulter oder im Gewebe der operierten Brustseite führen. Laut der Leitlinie "Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms (www.senologie.org/fileadmin/downloads/S3-Brustkrebs-v2012-OL-Langversion.pdf) entwickeln zwei bis drei von zehn Frauen mit Brustkrebs, denen Lymphknoten in der Achselhöhle entfernt wurden, ein Lymphödem.

    Durch die Entwicklung von neuen operativen Techniken, wie etwa der brusterhaltenden Therapie, und von moderneren Bestrahlungstechniken hat sich die Zahl der Brustkrebspatientinnen, die mit einem Lymphödem rechnen müssen, jedoch vermutlich deutlich verringert. Neuere Studien belegen außerdem, dass mit der Wächterlymphknotenbiopsie, auch Sentinel-Node-Biopsie genannt, das Risiko sinkt, an einem Lymphödem zu erkranken.

    Darunter versteht man eine operative Entfernung der Lymphbahnen und Lymphknoten am Hals. Bei bösartigen Kopf-Hals-Tumoren soll damit die Ausbreitung von Tumorzellen in den Körper verhindert werden.

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    Prostatakrebs wirkt sich bei den meisten Betroffenen nicht oder nur wenig auf die Ernährungssituation und das Körpergewicht aus. Kurzzeitige Einschränkungen sind aber rund um eine Operation möglich. Auch wenn man aufgrund einer Strahlentherapie Durchfall hat, kann sich das auf die Ernährungssituation auswirken. Wichtig ist dann darauf zu achten, dass man dennoch ausreichend Flüssigkeit und Mineralstoffe zu sich nimmt. Kann die Erkrankung dauerhaft gestoppt werden, müssen Betroffene praktisch keine krankheitsbedingten Einschränkungen befürchten.

    Ob eine gesunde Ernährung zur Vorbeugung von Rückfällen beitragen kann, ist auch in der Forschung zum Prostatakarzinom ein großes Thema - bisher allerdings mit vergleichsweise wenig Erfolg. Für bereits Erkrankte haben Experten zurzeit keine Ratschläge parat. Eine Diät gegen Prostatakrebs gibt es nicht.

    Was ist mit konzentrierten Wirkstoffen auf natürlicher Basis? Die bisherige Datenlage zeigt: Weder von Granatapfelextrakten noch von anderen Pflanzenstoffen oder konzentrierten Extrakten aus natürlichen Lebensmitteln können sich betroffene Männer einen Nutzen erhoffen.

    Wie sieht es mit Vitamin E und vor allem Selen aus? Studien zeigen, dass nicht wenige Patienten auf Selen setzen. Die meisten Daten zu diesem Mineralstoff, ob mit oder ohne Vitamin E, liegen jedoch zur Vorbeugung von Krebs bei gesunden Männern vor. Und diese Daten zeigen: Solche Supplemente können sogar schaden. Bereits 2007 wurde die SELECT-Studie abgebrochen. Sowohl das geprüfte Vitamin E wie auch Selen steigerten bei den gesunden Teilnehmern das Prostatakrebsrisiko, statt es zu senken. Noch ist offen, ob die überwiegend an gesunden Männern erhobenen Daten auch für Patienten mit Prostatakrebs gelten.

  • Warum Nahrungsergänzungsmittel zudem echte Arzneimittel nie ersetzen können, hat der Krebsinformationsdienst im Text "Nahrungsergänzungsmittel: Große Versprechen, k(l)eine Wirkung?" zusammengestellt.
  • Wie für Brustkrebs und Darmkrebs gibt es auch für Prostatakrebs inzwischen erste Hinweise, dass nicht die Ernährung an sich, sondern eher die Energiebilanz eine Rolle spielen könnte: Dabei geht es darum, wie viel Energie ein Patient über die Nahrung aufnimmt, und wie viel er über Bewegung und Aktivität wieder verbraucht. Erste Studien deuten an, dass körperlich aktive Prostatakrebspatienten eventuell eine bessere Prognose haben als Betroffene, die sich wenig bewegen und keinen Sport treiben. Noch sind aber viele Fragen offen, und ausdrückliche Empfehlungen für Männer mit Prostatakrebs gibt es bisher nicht.

    Sport und Bewegung können aber die Lebensqualität und den allgemeinen Gesundheitszustand verbessern. Hintergründe bietet der Text "Sport und Bewegung: Unterstützung für Krebspatienten".

    Anders sieht es mit dem Essen und Trinken aus, wenn eine Prostatakrebserkrankung fortgeschritten ist und zum Beispiel Schmerzen durch Knochenmetastasen auftreten. Schmerzen sind für Betroffene oft so belastend, dass regelmäßiges Essen oder ausreichendes Trinken in den Hintergrund treten. Hier ist die Behandlung der Schmerzen die wichtigste Maßnahme. Dies ist notwendig, um eine ungewollte Gewichtsabnahme zu vermeiden. Mehr zum Thema Mangelernährung hat der Krebsinformationsdienst im Text "Kräfte sammeln und bewahren: Was tun bei Gewichtsverlust?" zusammengestellt.

    Viele Menschen mit Lungenkrebs haben zunächst keine besonders typischen Beschwerden. Im Nachhinein wird ihnen jedoch oft klar, dass sie schon längere Zeit vor der Diagnose an Gewicht verloren hatten und es ihnen insgesamt nicht gut ging. Insbesondere für die starken Raucher unter den Betroffenen wird dies schnell zum Problem: Sie sind deutlich häufiger als Nichtraucher untergewichtig, so dass sie bei einer Lungenkrebserkrankung kaum "von der Substanz" zehren können. Ein besonderes Problem vieler Lungenkrebspatienten ist zudem Appetitlosigkeit, was Gewichtsprobleme weiter verschärfen kann.

    Dementsprechend wichtig ist eine Ernährungsberatung, die heute an spezialisierten Lungenzentren und auch vielen anderen Kliniken verfügbar ist. Bei Bedarf verordnen die Ärzte auch zusätzliche Nahrungsunterstützung. Ab wann dies sinnvoll ist und wie eine unterstützende Versorgung aussehen kann, hat der Krebsinformationsdienst im Kapitel "Kräfte sammeln und bewahren: Was tun bei Gewichtsverlust?" zusammengestellt.

  • Eine besondere Krebsdiät, bei der nur bestimmte Lebensmittel erlaubt und andere verboten sind, gibt es für Lungenkrebspatienten dagegen nicht. Sie sind im Gegenteil ganz besonders auf eine ausgewogene, vielfältige und nährstoffreiche Ernährung angewiesen.
  • Vermeintliche oder echte Mängel einfach nur mit Tabletten oder Nahrungsergänzungsmitteln auszugleichen, ist ebenfalls keine Lösung.
  • Für Patienten mit einer der verschiedenen Formen von Hautkrebs gelten derzeit keine besonderen Ernährungsempfehlungen.

    Bei den meisten Betroffenen mit "weißem" Hautkrebs, also Basalzellkarzinomen oder etwa Spinalzellkarzinomen, gibt es zudem nur selten einen Einfluss der Erkrankung auf Ernährung, Gewicht oder Nährstoffversorgung. Wer erkrankt ist, kann sich also fast immer wie gewohnt ernähren – oder die Erkrankung zum Anlass nehmen, die bisherige Ernährungsweise zu überprüfen. Nicht empfohlen werden, wie bei allen Krebsarten, Nahrungsergänzungsmittel, Vitamine, Spurenelemente oder besondere Krebsdiäten.

    Für Melanompatienten, deren Erkrankung fortschreitet und ihren Allgemeinzustand beeinflusst, reicht dies unter Umständen jedoch nicht aus. Sie benötigen eine individuelle Ernährungsberatung durch Fachleute, mehr dazu auch im Text "Kräfte sammeln und bewahren: Was tun bei Gewichtsverlust?" zusammengestellt.