Und nochmal – der Grund der Pause ist mit entscheidend!

Wissenschaftler gaben einer Testgruppe über die Dauer von 28 Tagen Hormone, die der Körper auch dann ausschüttet, wenn es zu einer Verletzung oder einem Trauma kommt.

Die Folge: Die Probanden haben in 28 Tagen 28 % ihrer Kraft verloren.

Warum? Durch das verabreichte Hormon wird dem Körper „Ruhe“ verordnet. Einher damit geht der Abbau der Muskulatur, weil der Körper aufgrund der vorgetäuschten Verletzung (sonst gäbe es ja die Hormonausschüttung nicht) in den Regenerationsmodus umschaltet, er beginnt mit dem Fitness verlieren. Hier wird der Erhalt der Muskulatur unter der Genesung eingestuft.

Quelle: Atrophy and impaired muscle protein synthesis during prolonged inactivity and stress. Paddon-Jones D., Sheffield-Moore M., Cree M.G., et al. Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism, 2006 Dec;91(12):4836-41.

Hier gebe ich Ihnen 4 Tipps um die Motivation zurück ins Training aufrecht zu erhalten:

Bewegung an der frischen Luft und in der Sonne hilft neben der Tatsache, dass wir kostenlos mit der Bildung von Vitaminen versorgt werden, für viele weitere positive Aspekte. Wir bauen nebenbei Stress ab, lüften die Lungen mit frischer Luft durch (gerade in den Winter – und Heizungsmonaten sehr zu empfehlen) und wenn wir keiner Grippe ausgesetzt sind und noch einen zügigen Schritt einlegen, hilft dies die Ausdauer weiterhin – auch über die Zeit der Verletzung- aufrecht zu erhalten.

In dem Fall ist weniger mehr. Regeneration wird bei dem pausenlosen Dauerstress, dem wir in unseren Berufen ausgesetzt sind, sowieso unterschätzt. Immerhin ist eine Verletzung meistens auch ein Zeichen des Körpers mit dem Wunsch nach einer Pause!

Wer hat das nicht schon mal gesagt oder von einem Freund gehört: „Ich bin gerade verletzt. Ich warte noch bis das ausgeheilt ist, dann starte ich in 4 Wochen wieder voll durch!“ Wenn sie eine langwierige Verletzung an einer der Extremitäten haben, ist dies noch lange kein Grund mit dem Training zu pausieren. Trainieren sie ihren Restkörper einfach weiter.

Fragen Sie hierzu einen Trainer, der ihnen einen Plan um ihre Verletzung herum „strickt“. So verlieren sie z.b. bei einem Kreuzbandriss nicht ihre Corepower oder die Oberkörpermuskulatur. Bei einem Tennisarm z.B. sind Beine und Coremuskulatur immer noch sehr gut zu trainieren. Auch häufig kein Grund Mobilitätsübungen für die gesunden Gelenke zu vernachlässigen. Allein die Beweglichkeit der Gelenke sorgt für einen schnellen und positiv verlaufenden Trainings-Wiedereinstieg!

Eine weitere Möglichkeit bei Gelenksverletzungen ist schwimmen. Vor allem wenn es sich um eine Knieverletzung handelt, die gerade aus der Reha kommt und schon leicht wieder aufgebaut ist. Hier entlasten sie den Körper aufgrund des Auftriebs vom Wasser und können so trotzdem ein Ausdauertraining durchführen, sowie das Knie durch sanfte Bewegungen in Seit- und Scherbewegungen stabilisieren und dadaurch die Muskulatur aufbauen.

Neben den Verletzungen der knöchernen Strukturen gibt es dann ja noch so lästige Erkrankungen wie eine Grippe oder Magen-Darm Krankheiten. Hier gilt striktes Sportverbot für die Dauer der Erkrankung. Eine Herzmuskelentzündung bei Ausdauertraining oder weitere Dehydration im Falle von Magen-Darm verzögern nicht nur den Heilungsprozess sondern können langfristige Schäden hervorrufen. In dem Fall halten wir es wie Lincoln: NO Sports“.

Das der Körper eine Pause benötigt, ist bei o.g. Krankheiten unverzichtbar. Das ist jedoch kein Grund die gesunde, ausgewogene Ernährung aufzugeben. Denn eine vitamin- und proteinreiche Ernährung mit einem ausgewogenen Anteil an guten Kohlenhydraten und Fetten, ausreichend Salzen und Flüssigkeit (Hühnerbrühe) sorgt für eine rasche Regeneration des Immunsystems.

Gleichzeitig sind sie dann für den Wiedereinstieg in das Training gut vorbereitet und die benötigten Vorräte sind für einen motivierenden Start vorhanden.

Ein Nebeneffekt von gesundem Essen – sie regenerieren/gesunden schneller und die Gewichtszunahme läßt sich dadurch nahezu vermeiden. Win – Win Situation würde ich das nennen.

Mein Tipp: Blütenpollen. Im Gegensatz zu Honig enthalten diese nämlich Eiweiss! (Honig eventuell auch, aber nur wenn Pollen drin sind).

Blütenpollen enthalten ein unglaubliches Spektrum:

Je sauberer du diesen Aufbau planst, umso einfacher wird dir die folgende Diät letztendlich fallen.

vielen Dank für die schnelle Antwort. Ihr habt mir weitergeholfen. Ich werde es dann wohl akzeptieren und mit dem Aufbau vorerst weitermachen.

Ein klasse Artikel. Nicht wie die anderen Blogs oder Magazine, die einem dann irgendwelche Pillen andrehen wollen. Schön die Fakten genannt und auf den Punkt gebracht. Danke

vielen lieben Dank für deine lobenden und für uns sehr motivierenden Worte!

Es freut uns sehr, wenn wir Dir weiterhelfen konnten :)

ich habe ebenfalls eine Frage zum Muskelaufbau/Fettabbau: Ich bin etwas verwirrt wie genau ich meine Ernährung bzw. das Training anpassen sollte; Ich bin w,25,178, 72kg, und würde gern meinen Fettanteil von aktuell 22% senken, dabei aber meine Muskeln weiter aufbauen. Ich mache derzeit 2x pro Woche Krafttraining und 1x Ausdauer und dazu achte ich darauf, möglichst viel Eiweiß zu essen. Meinen Kalorienbedarf habe ich ebenfalls hier errechnen lassen und mir werden 2700kcal angezeigt…ich hatte ursprünglich einen Wert von 1808 in einem anderen Rechner und ein Defizit von ca. 100-200kcal am Tag. Meine Frage ist also wie ich meinen Bedarf anpassen muss? Soll ich jetzt eher mehr oder weniger essen? Vielen Dank schonmal für eure Hilfe!

Bei den von dir angegebenen Daten komme ich mit dem erfahrungsgemäß recht verlässlichen Rechner der Universität Hohenheim (https://www.uni-hohenheim.de/wwwin140/info/interaktives/energiebed.htm) auf einen Wert von ca. 2350kcal als Grundumsatz, an trainingsfreien Tagen wohlgemerkt.

Rein rechnerisch dürftest du damit, wenn du täglich beispielsweise 2000kcal zu dir nimmst, schrittweise abnehmen.

An Trainingstagen wäre dieser Wert, je nachdem, wie lange und intensiv du trainierst, nach oben anzupassen – schließlich benötigt dein Körper an diesen Tagen mehr Energie für den Sport.

Bei all der Theorie bleibt am Ende jedoch die wichtige Frage: Wie sieht es aktuell bei dir in der Praxis, also auf der Waage, aus – wie verhält sich dein Gewicht derzeit?

Hast du bereits über einen längeren Zeitraum von 2-3 Wochen regelmäßig überprüft, wie sich dein Gewicht bei deinem aktuellen Essverhalten verändert?

Ich habe mir hier mal die ganzen Kommentare durchgelesen und ich finde es super wie hilfreich ihr seid. Der letzte Beitrag ist schon länger her, dennoch hoffe ich das euch dieser Post erreicht denn ich bin könnte etwas Hilfe gebrauchen, da ich sonst niemanden kenne der mir helfen könnte.

Zu meiner Person. Ich bin 31 Jahre alt, wiege seit kurzem 87,5 kg und bin 182 cm gross. Beruflich bin ich im Lebensmittelhandel tätig.

Mein Ziel: ich würde gerne runter auf 80kg, da mich vor allem mein Bauch stört. Körperlich möchte ich kein wandelnder Muskelberg werden, eher muskolös/durchtrainiert aber dennoch sportlich/beweglich da dies wichtig für meinen Berufswechsel ist.

Derzeitige Ess-Situation: ich habe vor 2 Wochen mit einer low carb Ernährung begonnen und habe bisher ca 4 kg abgenommen. Meine täglichen Kohlenhydrate liegen zwischen 60-130g. Fett liegt bei 50-100g pro Tag. Mein Kaloriendefizit liegt bei 300-900 kcal je nachdem was ich esse. Laut App soll ich täglich 2140 kcal zu mir nehmen, hier ist aber der Sport nicht drin da ich nicht genau weiss wie ich das mitberechne.

Hier ist das erste Problem. Ich weiss nicht so ganz was ich essen soll um zB täglich ungefähr gleiche Werte bei Kohlenhydrate, Fett und Kaloriendefizit zu erzielen.

Ich starte den Tag üblicherweise mit 50g Haferflocken, 150-200ml fettarmer Milch, 20-30g Walnüssen und manchmal gibts noch 20-30g Heidelbeeren und Himbeeren dazu.

Zum Mittag gibts dann meist Gemüse mit Poulet, Hackfleisch oder Fisch. Auf jeden Fall immer eine low carb Mahlzeit.

Am Abend gibts dann entweder 250ml Naturjoghurt mit Beeren oder 250g Magerquark mit Beeren.

Manchmal habe ich ein hohes Defizit. Zum Beispiel gab es mal zum Mittag ein Omlett mit Broccoli. Frühstück und Abendessen waren das oben genannte. Durch das Kalorienleichte essen hatte ich ein hohes Defizit aber ich fühlte mich satt. Ich nehme an ein so hohes Defizit ist nicht gut, weiss aber nicht so genau wie ich das Problem lösen soll. Vielleicht habt ihr ein paar Tipps für mich.

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Reduziere ab sofort deinen Trainingsumfang um mindestens 1/4. Dadurch bist du gezwungen dich auf das Wesentliche zu fokussieren und vergrößerst somit deine Erholungszeit.

Wenn du das Buch Der Wille zur Kraft von Christian Zippel liest, wird dir eines ganz deutlich:

Es gibt keine Ideallösung für Training. Es gibt auch keine Methode, mit der man nur seidenweiche Geräte streicheln muss und sich dann nach nur 3 Wochen in ein Hulk verwandelt.

Schade eigentlich oder? Spaß beiseite 😉 Durch die Vielzahl an Trainingsmethoden und Trainingsprinzipien erhält man den Eindruck, dass diese besser und schneller Muskeln aufbauen.

Die Versuchung alles zu testen ist einfach zu groß. Und so wird von einer zur anderen Methode gewechselt, nur um dann sehr schnell festzustellen, dass alle im Kern gleich gut sind.

Ein einfacher Trainingsplan, wie du ihn hier im Blog oder in meinem Newsletter findest, reicht zu Trainingsbeginn vollkommen aus. Gelangt man dann an eine Stelle, an der nichts mehr weitergeht, dann ist es an der Zeit sich der vielen Trainingsphilosophen zu widmen.

Melde dich zu meinem Newsletter an, lade dir meine 5 besten Trainingspläne herunter und nutze einen einzigen Plan für mindestens 6 Monate ohne eine einzige Änderung (Ok, die Übungen kannst du gern gegen gleichwertige tauschen. Der Rest MUSS gleich bleiben. )

Kein Muskelaufbau trotz Training? Wo könnte der Fehler liegen? Führst du ein Trainingstagebuch? Warum nicht?

Als mir mein Auto vor einigen Tagen Probleme bereitete, bin ich sofort in die Werkstatt und habe eine so genannte „Fehlerauslese“ durchführen lassen. Der Computer hat anhand der gespeicherten Daten exakt angezeigt, wo das Problem lag. Es wurde dann ein Teil getauscht, mein Auto lief wieder wie neu und ich war glücklich 🙂

Wenn man sein Training und seine Ernährung kontinuierlich dokumentiert, kann man schnell herausfinden, was gut und was schlecht ist, was funktioniert und was nicht.

Es ist ungemein hilfreich in einem Trainingstagebuch abzulesen, wie man in der Situation X oder Y reagiert hat und welche Veränderungen dann geholfen haben.

Wie heißt es so schön? Aus Fehlern lernt man…

Führe ein Trainingstagebuch und notiere jede Änderung in deinem Training und gleichzeitig jede Änderung an deinem Körper. Es ist ohne Zweifel etwas Arbeit, doch sie wird sich um ein Vielfaches auszahlen 🙂

Schade eigentlich, dass Sportnahrung oft nicht als das gesehen wird, was sie wirklich ist: als Nahrungsergänzung und nicht als Nahrungsersatz.

Sportnahrung kann ohne Zweifel wertvolle Dienste leisten, ist aber weder Voraussetzung noch das Allheilmittel für eine gesunde, natürliche und bewusste Ernährungsweise.

Wenn du schon etwas länger in meinen Blog liest oder Kunde von mir bist, wirst du sicher festgestellt haben, dass ich Sportnahrung eher kritisch gegenüber stehe. Das hat folgenden Grund:

Durch die Vielzahl an Nahrungsergänzungsmittel entsteht im Kopf vieler das Bild: „Ich brauche unbedingt XY, dann werde ich breiter.“ Dabei wird völlig ausser Acht gelassen, dass viel mehr dazu gehört als sich einfach nur ein paar Pillen oder Pulver einwerfen. Hinzu kommt, dass wirklich nur eine Hand voll Ergänzungsmittel wirklich sinnvoll ist beziehungsweise einen spür -und messbaren Vorteil mit sich bringt.