Es erscheint ja auch logisch. Bisher hast du zu viel gegessen und dadurch zugenommen. Jetzt isst du also deutlich weniger und bist davon überzeugt, dadurch abzunehmen. Dabei glaubst du dem Mythos: „Je weniger ich esse, desto schneller nehme ich erfolgreich ab.“

Doch die Sache hat einen Haken: Dein Körper spielt nicht mit.

Damit meine ich, dass du über längere Zeit deutlich unter deinem Grundumsatz isst. Der Grundumsatz ist die Energie, die dein Körper täglich bei völliger Ruhe benötigt, damit wichtige Körperfunktionen wie die Atmung, die Verdauung, der Herzschlag und der Stoffwechsel ohne Probleme ablaufen können. Es ist kein großes Problem, wenn du ab und zu für ein paar Tage sehr wenig isst, wie z.B. beim Fasten. Der Körper kann dies ganz gut kompensieren.

Solltest du allerdings für mehr als nur ein paar Tage sehr wenig essen, beginnt dein Körper, sich anzupassen. Dir muss dabei klar sein, dass er in so einer Situation nur ans Überleben denkt. Dein Körper weiß nicht, dass du einfach schlanker sein willst und jederzeit zum Kühlschrank gehen könntest.

Dein Körper will nicht abnehmen. Er möchte am liebsten die Fettpolster als Reserve für Notzeiten behalten. Er wehrt sich sozusagen gegen die Abnahme und wird früher oder später Gegenmaßnahmen ergreifen, um das Überleben zu sichern.

Die folgenden Anpassungen finden bei jeder Abnahme statt. Je weniger du allerdings isst, desto gravierender wird dein Körper darauf reagieren.

Wenn du nun über mehrere Wochen sehr wenig isst und ein großes Kaloriendefizit erreichst, wirst du deutlich an Gewicht verlieren. Vorweg sei erwähnt, dass du dabei nicht nur Körperfett, sondern meist auch fettfreie Masse (vor allem Muskeln) und anfänglich bei Low Carb auch Wassereinlagerungen abbaust.

Dein Körper reagiert auf diese von ihm als Hungersnot wahrgenommene Situation durch hormonelle Veränderungen. Unter anderem gehen Leptin, Schilddrüsenhormone und Testosteron nach unten. Hormone wie Adrenalin und Cortisol gehen nach oben. Dein Körper gibt dadurch nicht mehr so bereitwillig überschüssiges Körperfett ab und will dich durch mehr Hunger dazu animieren, wieder mehr zu essen.

Auf folgenden Wegen wird Energie eingespart:

  • Durch deinen Gewichtsverlust sinkt der Grundumsatz.

  • Weil du jetzt leichter als zuvor bist, verbrennst du auch beim Sport weniger Kalorien, da weniger Körpermasse bewegt werden muss.

  • Da du weniger isst, muss dein Körper weniger Energie für die Verdauung aufbringen.

  • Die hormonellen Anpassungen sorgen bei vielen Abnehmwilligen dafür, dass sie sich häufiger antriebslos fühlen. In der Folge bewegen sie sich weniger über den Tag und verbrennen somit auch nicht mehr so viele Kalorien wie bisher.

  • Es gibt eine sogenannte anpassungsfähige Komponente. Wenn du zum Beispiel 10 kg verlierst, könnte man berechnen, dass sich deine Stoffwechselrate um 10 % reduziert. Misst man dann allerdings nach, stellt sich heraus, dass deine Stoffwechselrate 15 % niedriger ist. Dies ist hormongesteuert und hängt unter anderem von deiner Genetik und wie lange du schon am Abnehmen bist ab. Gerade wenn du für längere Zeit wenig isst, kann es passieren, dass dein Grundumsatz stärker abfällt als gedacht.

  • Je weniger du isst, desto wahrscheinlicher ist es auch, dass du nicht genügend Proteine zu dir nimmst. Wenn dir zudem die Energie für ein Krafttraining fehlt, wirst du mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht nur Körperfett, sondern auch fettfreie Masse (vor allem Muskeln) verlieren. Da Muskeln aktive Körpermasse sind, verbrauchen sie mehr Energie als Fett. Verlierst du Muskeln, sinkt also dein Kalorienverbrauch stärker.
  • All diese Punkte sorgen über die Zeit dafür, dass dein Kalorienverbrauch nach unten geht und das Kaloriendefizit immer weiter schrumpft. Am Anfang hattest du vielleicht ein Defizit von über 1000 kcal. Nach all den Stoffwechselanpassungen ist es gut möglich, dass sich dein Defizit mehr als halbiert hat und du beispielsweise nur noch 400-500 Kalorien täglich einsparst.

    Mit der Zeit wirst du also immer weniger abnehmen und musst daher immer weniger essen, um weiter an Gewicht zu verlieren. Wenn du allerdings bereits sehr wenig isst, wird es dir immer schwerer fallen, noch weniger zu essen.

    Ich möchte an dieser Stelle klar schreiben, dass es durch die Stoffwechselanpassungen des Körpers nie zum kompletten Abnehmstopp kommt. Egal wie wenig du isst, solange du ein Kaloriendefizit erreichst, wirst du auch abnehmen, allerdings immer langsamer, immer schwerer und mit immer größeren Auswirkungen auf deine Gesundheit. Als Beispiel sind hier Magersüchtige zu nennen, die immer mehr Körperfett verlieren, bis sie komplett abgemagert sind.

    Gesund ist das Training auch kurzfristig, zum Beispiel für Menschen, die abnehmen wollen: "Die Energieumsatzrate der Muskulatur erhöht sich, dadurch kommt es zu einem Abbau von Körperfett", erklärt Pauls.

    "Es fällt leichter, das Gewicht zu halten." Die Blutfettwerte sinken, die Blutgefäße werden trainiert. Krafttraining schiebt sich immer weiter in Wirkungsbereiche vor, die früher dem Ausdauersport zugeschrieben wurden - so lautet sein Fazit.

    "Sie schauen auf die Typen, die besonders viel Masse haben, und glauben automatisch, was die erzählen", sagt Caspar Trost. "Sie denken sich: Die werden viel mehr Ahnung haben, weil sie stärker aussehen."

    Der 24-jährige Sportstudent aus Köln meint die unzähligen jungen Menschen, die in Deutschland in ein Fitnessstudio gehen - und ihren Körper durch Tipps von falschen Vorbildern schädigen.

    "Ich habe mich damals an der Bandscheibe verletzt, weil ich mit Leuten trainiert habe, die keine Ahnung hatten und besonders hohe Gewichte genommen haben." Die Folge waren Bewegungsschmerzen im Alltag, eine Trainingspause, Frust.

    Krafttraining lieg im trend und das ist durchaus positiv - wenn man es richtig macht. Zu früh mit zu viel Gewicht zu trainieren, birgt das größte Verletzungsrisiko, warnt Heinz Kleinöder von der Deutschen Sporthochschule in Köln.

    "Das schwächste Glied entscheidet, mit welcher Intensität ich trainieren kann." Und es gibt im Zweifelsfall nach: Der Muskel wird gezerrt, die Schulter verrenkt, das Skelett geschädigt.

    Die richtige Dosierung der Belastung sei einer der drei wichtigsten Faktoren für gesundes Krafttraining, ergänzt der Sportmediziner und Buchautor Jan Pauls. Er rät zu Gewichten, mit denen 10 bis 20 Wiederholungen pro Serie möglich sind, das entspricht etwa 70 Prozent der maximalen Kraft.

    "Wenn ich die Bewegungsausführung beherrsche, kommt es auch nicht zu einer Überbelastung." Denn zu wenig Gewicht bei zu vielen Wiederholungen pro Übung sollte es auch nicht sein.

    "Sehr viele der positiven gesundheitlichen Wirkungen, die wir aus Studien kennen, wurden bei einem intensiven Muskelaufbautraining erzielt", betont Pauls. Die Studien sagten nichts darüber aus, ob 30 bis 40 Wiederholungen bei weniger Gewicht ähnliche positive Effekte hätten. Man verbessere damit zwar die Stoffwechselleistung der Muskulatur und spreche die roten Muskelfasern an.

    Erst eine höhere Intensität wirke aber auf den Muskelaufbau und die weißen Fasern. Beides ist wichtig. "Weiße Muskelfasern brauchen wir zum Beispiel für schnelle Bewegungen, also zur Verletzungsprävention."

    Nicht nur die Belastung muss stimmen, auch die Auswahl der Übungen - der zweite entscheidende Faktor beim Krafttraining. "Am wichtigsten sind Rücken und Rumpf", sagt der Sportorthopäde Prof. Andreas B. Imhoff von der Technischen Universität in München.

    Ihr Training fördere die Gesamtstabilität des Körpers: "Wenn Sie die haben, stehen Sie aufrecht und entlasten alle Gelenke. Wenn Sie sich nach vorne hängen lassen, weil Sie einen krummen Rücken haben, lassen Sie auch die Arme hängen, Becken und Schultern sind schief."

    Grundsätzlich sollten alle großen Muskelgruppen des Körpers trainiert werden. Dabei gilt es, ein Grundprinzip zu beachten: Immer ausgeglichen den Agonisten und Antagonisten strapazieren, Beuger und Strecker, zum Beispiel Bizeps und Trizeps. Erst dann hielten die Muskeln ein Gelenk von beiden Seiten im Gleichgewicht, erklärt Imhoff. "Einseitige Belastung führt zu Verschleiß."

    Isolierte Übungen für einen Muskel seien sinnlos: "Bankdrücken stärkt zwar den Brustmuskel. Der sieht im Spiegel schön aus, hat aber allein überhaupt keine Funktion." Richtiges Krafttraining bedeutet also immer ein Wechselspiel: "Ein schwacher Rücken hat zum Beispiel auch immer schwache Bauchmuskeln zur Folge."

    Für den Anfänger empfiehlt Kleinöder ein Krafttraining an Geräten, damit mache man weniger Fehler. Wer kontrollierte und koordinierte

    Bewegungsabläufe beherrscht, kann sich an anspruchsvolle Übungen etwa mit dem eigenen Körpergewicht oder Lang- und Kurzhanteln herantrauen. Der Vorteil: Eine bessere Koordination fördert wiederum die Körperstabilität, wie Imhoff erklärt.

    Der dritte wesentliche Faktor ist die richtige Dosierung des Trainings selbst. Jan Pauls rät für zu zwei bis drei Serien pro Übung und zwei bis drei Trainingseinheiten pro Woche, um einen positiven Effekt auf die Gesundheit zu erzielen.

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    am bauch schnell abnehmen aber wie

    Mein Arzt hat mir gesagt, dass PCOS nur ein Problem für mich ist, wenn ich unter unerfülltem Kinderwunsch leide. Ist das wahr?

    gehen aufgrund eines Schwangerschaftswunsches zum Arzt. Aber es gibt noch eine Reihe anderer Symptome, unter denen die Patientinnen leiden. Die typischen äußeren Begleiterscheinungen wie Hirsutismus (vermehrte Körperbehaarung männlichen Typs), Akne und Alopezie (Haarausfall), zu denen sich oft Übergewicht gesellt, können das psychische Wohlbefinden der betroffenen Frauen erheblich beeinträchtigen. Die fehlende Monatsblutung fördert das Unwohlsein. Zudem besteht häufig eine sogenannte Insulinresistenz.

    Erwähnt werden muss außerdem eine mögliche, aber selten auftretende Spätfolge des PCOS: Betroffenen Frauen bekommen ihre Periode nur unregelmäßig oder gar nicht. Die normalerweise bei der Menstruation abgestoßene Gebärmutterschleimhaut, das sogenannte Endometrium, verbleibt also über die reguläre Zeit hinaus im Körper und ist der kontinuierlichen Ausschüttung von Östrogenen ausgesetzt. Dies birgt das Risiko einer bösartigen Entartung, eins Endometriumkrebses, in sich.

    Es gibt also noch andere Gründe abgesehen vom Kinderwunsch, um behandelt zu werden. Eine adäquate Therapie kann bestehenden Beschwerden lindern und möglicherweise drohenden Erkrankungen vorbeugen.

    Zunächst erhält die Pille eine Progesteron-ähnliche Komponente, das Progestin, welches die Gebärmutterschleimhaut vor übermäßigem Wachstum und einer mögliche bösartigen Entartung schützt. Zudem verschafft es den betroffenen Frauen eine regelmäßige und voraussehbare monatliche Blutung. Drittens vermindert es die Bildung männlicher Hormone, wenn Sie eine Pille mit antiandrogener Komponente benutzen. Obwohl die Pille das meist verwendete Präparat in der Behandlung des PCOS ist, ist es wichtig zu wissen, dass es nicht für jede Frau geeignet sein muss. Die Pille ist natürlich vornehmlich geeignet für Patientinnen, die keinen Kinderwunsch haben.

    PCOS-Betroffene haben allgemein einen unregelmäßigen oder sogar fehlenden Menstruationszyklus. Ohne Eisprung gibt es kein Ei oder Follikel, das für die Fruchtbarkeit bereitsteht. Selbst wenn ein Follikel sich entwickeln kann, ist der Eisprung aufgrund der oft vorliegenden Kapselfibrose (- das ist eine Verdickung um den Eierstock -) erschwert. Zudem ist die Gebärmutterschleimhaut aufgrund des Hormonungleichgewichts nicht normal entwickelt, so dass eine Einnistung des befruchtungsfähigen Eis erschwert sein kann.

    Ihr Arzt kann Ihnen auf verschieden Weise weiterhelfen. Zunächst gibt es da die Möglichkeit, künstlich einen Eisprung zu provozieren. Man bezeichnet dies als Ovulationsinduktion. Verwendet werden dazu Wirkstoffe wie Clomiphencitrat oder Gonadotropine.

    Viele Frauen haben diese Versuche schon mehrmals hinter sich gebracht. Clomiphen ist ein Medikament, das häufig nicht sehr gut vertragen wird. Die In-vitro-Fertilisation ist zudem sehr kostenintensiv. Trotz allem stellt es eine Möglichkeit dar, wenn Sie schnell schwanger werden möchten.

    Sollten Sie sich selbst mit der Schwangerschaft etwa ein halbes bis ein Jahr Zeit lassen, kann eine Therapieversuch mit Metformin unternommen werden. Die unter Metformin auftretende Absenkung der männlichen Hormone kann einen regelmäßigen Zyklus und den entsprechenden Eisprung bewirken, so dass Sie auf „natürliche“ Weise schwanger werden können.

    Mein Arzt sagt mir, dass es wichtig ist, dass ich meine Periode bekomme, obwohl ich zur Zeit keine Kinder möchte, warum?

    Um eine mögliche Entartung vorzubeugen, benötigen die betroffenen Frauen also Progesteron. Die meisten Frauen bekommen dies in Form der Pille, die eine Progesteron-Komponente erhält. Sie können auch natürliches Progesteron regelmäßig einnehmen und so denselben Effekt erzielen. Also: Es ist nicht nötig, die Periode zu bekommen. Aber es ist für Frauen mit PCOS notwendig, eine Art von Hormontherapie mit Progesteron zu erhalten, um das Endometrium vor vermehrtem Wachstum zu schützen und einer möglichen bösartigen Entartung vorzubeugen. Orale Kontrazeptiva beinhalten die notwendigen Hormone, sind aber nicht die einzige Möglichkeit. Ihr Arzt kann Sie mit der für Sie persönlich am besten geeigneten Therapie versorgen.

    Meine Mutter hat eine Ovar-Keilresektion durchführen lassen, um ihr PCOS zu behandeln. Was ist das und kann ich es auch machen lassen?

    Diese sehr invasive Prozedur erfordert einen großen chirurgischen Eingriff, welcher mit Bridenbildung, also einer Narbenbildung, um die Eierstöcke herum einhergehen kann, die wiederum die Fruchtbarkeit einschränken und chronische Schmerzen im Becken verursachen kann.

    Heutzutage gibt es eine Vielfalt medikamentöser Möglichkeiten, PCOS zu behandeln, so dass die Keilresektion der Ovarien nur noch von historischer Bedeutung ist und nur selten angewandt wird.

    Allerdings gibt es verschiedene Möglichkeiten, die einzelnen Beschwerden zu lindern: