Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

Eine Gewichtsabnahme ist in vielen Fällen gewollt: Wer abnehmen möchte, isst weniger oder bewegt sich mehr, um eine negative Kalorienbilanz zu erreichen - dann schmelzen die Pfunde. Manchmal versagt aber auch ungewollt der Appetit. Ist dies über einen längeren Zeitraum der Fall oder stellt sich ein Gewichtsverlust ein, obwohl man normal isst, kann sich eine Erkrankung hinter der Gewichtsabnahme verbergen.

An Gewicht verliert ein Mensch immer dann, wenn er mehr Kalorien verbraucht als er zu sich nimmt. In vielen Fällen ist die Gewichtsabnahme gewollt: Um abzuspecken, stellen viele ihre Ernährung auf weniger kalorienreiches Essen um und bewegen sich mehr. Oft genug fällt das den Abnehmwilligen nicht gerade leicht.

Andere hingegen verlieren an Gewicht, obwohl sie gar nicht abnehmen wollen. Sie haben einfach keinen Appetit. In kurzen Phasen kennt das jeder. Kummer, Stress, ein heraufziehender Infekt – der Grund liegt meist auf der Hand, und selten zeigt die Waage nach solchen Episoden mehr als ein oder zwei Kilo Gewichtsverlust an.

Hält die Appetitstörung allerdings länger an oder nimmt man ab, obwohl der Appetit normal oder sogar gesteigert ist, kann sich dahinter eine ernste Ursache verbergen.

Grundsätzlich gibt es zwei Formen des ungewollten Gewichtsverlustes: Die einen Menschen nehmen ab, weil sie wenig Appetit verspüren. Die anderen verlieren Gewicht, obwohl sie normal oder sogar mehr essen als zuvor.

Folgende Ursachen können hinter der Gewichtsabnahme stecken:

Infektionen: Bei chronischen und akuten Infektionen ist der Appetit oft vermindert. Hinzu kommen häufig Symptome wie Abgeschlagenheit und Leistungsschwäche. In manchen Fällen sind diese Symptome die ersten Anzeichen dafür, dass im Körper etwas nicht stimmt. Infektionskrankheiten mit besonders starker Gewichtsabnahme sind beispielsweise HIV und Tuberkulose.

Magen, Darm & Co.: Magen-Darm-Infekte, Geschwüre, eine Magen-Schleimhaut- oder Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) können aufgrund von Übelkeit oder Schmerzen dazu führen, dass der Patient weniger isst. Bei anderen Magen-Darm-Erkrankungen kommt hinzu, dass die Nährstoffe nicht ausreichend vom Darm in den Körper aufgenommen werden können. Das ist beispielsweise bei Durchfallerkrankungen, aber auch bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn der Fall.

Wurmbefall: Ebenfalls Gewicht verliert, wer Parasiten in seinem Darm beherbergt, beispielsweise einen Rinderbandwurm oder einen Fischbandwurm.

Auch Erkrankungen anderer Organe können mit einem Appetitverlust einhergehen. Das gilt beispielsweise bei einer Leberzirrhose, einer Nierenschwäche (Niereninsuffizienz), einem Verschluss der Gallengänge oder einem Nebennierenrindenversagen (Morbus Addison).

Stoffwechselerkrankungen wiederum können den Kalorienverbrauch unnatürlich in die Höhe treiben. Ein Beispiel dafür ist eine Überfunktion der Schilddrüse.

Diabetes: Menschen mit Typ-1-Diabetes nehmen ab, wenn ihr Blutzucker nicht ausreichend eingestellt ist. Der Zucker wird dann nicht verarbeitet, sondern über den Urin ausgeschüttet. Typ-2-Diabetiker hingegen sind eher übergewichtig.

Krebserkrankungen gehen oft mit massivem Gewichtsverlust einher - mitunter schon bevor die Chemotherapie zu Übelkeit führt oder die Angst ums Leben einen den Appetit kostet. Oft ist ein unerklärlicher Gewichtsverlust ein erstes Symptom: Wenn Tumore wachsen, entziehen sie dem Körper Nährstoffe, sodass der Kranke an Gewicht verliert. Mediziner sprechen deshalb manchmal von „konsumierenden Krankheiten".

Psychische Erkrankungen: Auch psychische Erkrankungen können zu Gewichtsabnahme führen. Bei Menschen mit Angsterkrankungen oder Depressionen leidet häufig auch der Appetit. Die Krankheiten können sich jedoch auch umgekehrt äußern – durch Gewichtszunahme.

Essstörungen: Bei Essstörungen wie Magersucht (Anorexie) oder Ess-Brech-Sucht (Bulimie) liegt die Sache nochmals anders. Im Falle einer Magersucht müssen die Erkrankten – zumindest anfangs noch – gegen den Hunger ankämpfen. Da sie extrem wenig essen und oft exzessiv Sport treiben, erfolgt eine Gewichtsabnahme. Bulimiker wiederum erliegen immer wieder Essattacken. Künstlich herbeigeführtes Erbrechen verhindert aber, dass sie zunehmen. Manchmal nehmen sie sogar ab.

Medikamente & Drogen: Manchmal vergällen einem auch Medikamente den Appetit. Dazu gehören beispielsweise das Herzmittel Digitalis, bestimmte Asthmamittel, Medikamente gegen ADS, Antidepressiva und andere Psychopharmaka. Ein ähnlicher Gewichtsverlust kann bei Menschen auftreten, die Drogen konsumieren. Dazu gehört – obwohl er viele Kalorien hat - auch Alkohol.

Wenn Sie über längere Zeit hinweg ohne ersichtlichen Grund keinen Appetit und mehrere Kilo Gewicht verloren haben, sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. Auch wenn Sie ohnehin eher dünn sind, sollten Sie lieber früher als später zum Arzt gehen. Das gilt auch, wenn weitere Beschwerden hinzukommen, beispielsweise Schmerzen oder Verdauungsbeschwerden.

Endlich mal einfach Erklärt, klasse! Vielen Dank :)

hallo, ist hier jemand der auch auf die fragen eingeht? =) ich bin männlich und will eigentlich nur mein bauchumfang reduzieren bzw mein kfa senken, das klappt leider nicht so, muskelaufbau hat bis november 2015 hingegen ziemlich gut geklappt. In den letzten 4 wochen war ich im kaloriendefizit (500 kcal, hab alles getrackt) es hat sich aber nichts getan. Nun frage ich mich ob ich was falsch mache. Training: Ich absolviere 3x die woche ein ganzkörpertraining. 5-6 supersätze, sprich 10-12 übungen total, pro übung 3 sätze. kurze pausen dazwischen, relativ schwere gewichte, alle muskelgruppen werden mindestens 2x beansprucht und wie gesagt bin ich im 500 kcal defizit. Carbstechnisch bin ich unterschiedlich zwischen 145-220 gramm dabei. Sind das zuviel? Aber im defizit bin ich ja trotzdem. Würde mich über eine antworte freuen.

vom Prinzip her bist du die Sache richtig angegangen:

Du scheinst dich mit der Thematik des Kaloriendefizits auseinander gesetzt zu haben, ernährst dich mit einer moderaten Menge Kohlenhydrate und treibst viel Sport.

Da der gewünschte Effekt noch nicht eingetreten zu sein scheint, machen wir uns einmal detaillierter auf die Suche nach der Ursache:

1) Mit welcher Methode/welchem Rechner hast du deinen Kalorienumsatz bestimmen lassen?

2) Hast du eine Unterscheidung zwischen Grund- und Gesamtumsatz getroffen?

Wir freuen uns auf deine Antwort und bemühen uns gerne, dich bestmöglich zu unterstützen

hallo admin und vielen dank für die antwort.

1) Mit welcher Methode/welchem Rechner hast du deinen Kalorienumsatz bestimmen lassen? Mit der harris benedict formel hab ich mein grundumsatz berechnet, durch den pal faktor hab ich mein leistungsumsatz berechnet, beide werte addiert und mein gesamtumsatz erhalten. Ich hoffe das war so richtig?!

2) Hast du eine Unterscheidung zwischen Grund- und Gesamtumsatz getroffen? Was meinst du damit? Ob sich die werte unterscheiden? Mein gesamtumsatz war diesbezüglich grösser ja.

Noch einige punkte, ich ernähre mich zu 90% gesund und ausgewogen, esse kein bullshit, trinke nur stilles wasser und kein alk. rauche auch nicht. War schon immer so.

soweit scheint von der Herangehensweise alles richtig zu sein. Wichtig ist, besonders den Gesamtumsatz realistisch einzuschätzen, da dies der Richtwert ist, an dem es sich zu orientieren gilt.

Wie sind denn deine Körperdaten (Alter, Größe, Gewicht) und wie schätzt du dein Bewegungsprofil (sitzende Tätigkeit/körperliche Arbeit/etc.) im Alltag ein?

32j, 173cm und 78kg sieht man mir aber absolut nicht an, nur mein bauchumfang passt da überhaupt nicht ins bild. Aktuell sitze ich relativ viel, bin aber mindestens jeden zweiten tag viel draussen und ungefähr 3-4km unterwegs. Mein faktor sollte also 1.5 sein. Oder liege ich da falsch?! =)

probier einmal diesen Rechner hier aus und überprüfe, ob sich das Resultat mit deinem Rechenergebnis deckt: https://www.uni-hohenheim.de/wwwin140/info/interaktives/energiebed.htm

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Weil sie von ihrer Ernährungsweise abgewichen sind, sehen sie sich als Versager und reden sich ein „Wenn ich schon ein Kuchenstück esse, kann ich auch gleich drei essen“. Das ist purer Fatalismus (Alles oder Nichts).

Wenn du auf eine Party oder zu einem Essen gehst, esse was du willst – aber höre auf sobald du zufrieden bist. Es hat keinen Sinn nur um der Sache willen über den Hunger hinaus zu essen. Du wirst es auf lange Zeit bereuen und es wird dir nicht dabei helfen schnell Abzunehmen. Grundsätzlich gilt, wenn du Lust drauf hast und es genießt, esse und fühle dich nicht schuldig.

  • Falls du dir damit jedoch nur Probleme schaffst, würde ich definitiv #1 wiederholen und immer gesunde Snacks mitnehmen – so komisch das auch klingen mag, sehr viele Leute tun das. Sei vorbereitet und gönne dir einen süße Leckerei, wenn es dich danach gelüstet und das ganze ohne Schuldgefühle. So ein Snack kann entweder selbstgemacht oder ein praktischer Protein Snack sein, der dir auf lange Sicht dabei hilft schnell abzunehmen.
  • Obwohl jeder der genannten Punkte auch allein funktioniert, können sie kombiniert werden, um die Effektivität zu erhöhen. Wenn du zum Beispiel Entleerungstraining während des Intermittent Fastings, gefolgt von einem Restaurantbesuch machst, wird dies garantiert dazu führen, dass du dich nicht überfrisst. Tatsächlich steigen dadurch die Chancen, dass du mit diesem Vorgehen Körperfett verlieren wirst.

  • Es gibt andere Vorgehen, die du durchführen kannst, aber größtenteils empfinde ich diese als die Effektivsten ohne zu einschränkend zu sein.
  • Als letzter Tipp sollte man darauf achten, Personenwaagen zu meiden, da das Körpergewicht unabhängig von der tatsächlichen Fettmasse, schwankt (was durch Veränderungen in der Aufnahme von Natrium und Kohlenhydraten gründet). Diese Wasserspeicherung kann dich verleiten zu glauben, dass du in ein paar Tagen 3 kg Fett zugenommen hast. So ein Kunststück würde einem täglichen, maßlosen Überschuss von 11.000 Kcal entsprechen!
  • Schlussendlich solltest du mit Bildern und regelmäßigen Messungen deine Entwicklung dokumentieren um die Motivation wahren und deinen Fortschritt im Auge zu behalten.
  • Lebensmittel mit geringer Energiedichte helfen beim Abnehmen und das ganz ohne zu hungern und strengen Diät-Vorschriften. Was hinter dem Energiedichte-Prinzip steckt, erfahrt ihr hier.

    Energiedichte: Das hört sich wissenschaftlich und staubtrocken an. Ist es aber gar nicht. Im Gegenteil, die Energiedichte nach Prof. Dr. Volker Schusdziarra (TU München) ist viel unkomplizierter als andere Abnehmformen, da hier Kalorienzählen entfällt und Lebensmittel einfach und verständlich in die Farben Grün (z.B. Obst, Gemüse), Gelb (z.B. Vollkornbrot) und Rot (z.B. Süßigkeiten) eingeteilt werden.

    Die Bezeichnung Energiedichte steht dabei für den Energiegehalt eines Lebensmittels, sprich die Kalorienzahl pro Menge des verzehrten Lebensmittels. Das hört sich zwar etwas kompliziert an, ist es aber nicht, wenn man es an einem Beispiel verdeutlicht. So haben 100 Gramm Schokolade rund 550 Kalorien. Ziemlich viel. 100 Gramm Brot haben dagegen nur 210 Kalorien. Somit hat Schokolade eine größere Energiedichte als Brot, eben weil sie mehr Kalorien pro 100 Gramm hat.

    Gemäß ihrer Energiedichte werden die Lebensmittel dann in die Farben Grün, Gelb und Rot unterteilt. Damit ihr satt werdet und trotzdem abnehmt, solltet ihr laut Prof. Dr. Schusdziarra hauptsächlich Lebensmittel mit einer niedrigen Energiedichte essen. Das sind die grünen Lebensmittel. Sie haben eine Energiedichte von maximal 1,5 kcal/Gramm, sprich weniger als 150 Kalorien pro 100 Gramm.

    Abnehmen ja, Diät nein. Die Energiedichte ist eine dauerhafte Umstellung eurer Ernährungsgewohnheiten und keine kurzfristige Diät, die ihr ein paar Wochen macht, um dann zu alten Ernährungsmustern zurückzukehren. Prof. Dr. Schusdziarra empfiehlt deswegen, die ersten beiden Wochen genau aufzuschreiben, was man isst.

    Beim Mittag- und Abendessen solltet ihr verstärkt auf viel Gemüse und Salat setzen. Daran könnt ihr euch ohne Bedenken satt essen, denn Gemüse hat eine ganz geringe Energiedichte. Im Gegenzug sollte die Beilagen- und Fleischportion etwas kleiner ausfallen. Ihr dürft euch natürlich auch ab und an ein Stück Pizza gönnen, achtet dann aber auf eine kleine Portion und greift bei den nachfolgenden Mahlzeiten wieder zu Lebensmitteln aus dem grünen Bereich.

    Damit ihr mit dem Energiedichte-Prinzip erfolgreich abnehmt, empfiehlt Prof. Dr. Schusdziarra auch, dass ihr euch auf die drei Hauptmahlzeiten beschränkt. Seiner Erfahrung nach bedeuten Zwischenmahlzeiten nur zusätzliche Kalorien, die bei den richtigen Mahlzeiten nicht eingespart werden. Wenn ihr am Nachmittag dennoch hungrig seid, dürft ihr natürlich etwas essen. Ideal ist ein Stück Obst mit fettarmem Joghurt.

    Grüne Lebensmittel mit einer Energiedichte kleiner als 1,5 kcal/ Gramm: